{"id":223,"date":"2016-11-16T10:11:33","date_gmt":"2016-11-16T09:11:33","guid":{"rendered":"http:\/\/asylkreis-oftersheim.de\/?p=223"},"modified":"2016-11-16T10:11:33","modified_gmt":"2016-11-16T09:11:33","slug":"die-notunterkunft-im-gewerbepark-hardtwald-ist-aufgeloest-der-asylkreis-bedankt-sich-bei-allen-helfern-und-unterstuetzern","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/asylkreis-oftersheim.de\/?p=223","title":{"rendered":"Die \u201eNotunterkunft\u201c im Gewerbepark Hardtwald ist aufgel\u00f6st \u2013 Der Asylkreis bedankt sich bei allen Helfern und Unterst\u00fctzern"},"content":{"rendered":"<p>Im Januar dieses Jahres kamen nach und nach Fl\u00fcchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Iran und Gambia zu uns nach Oftersheim, 260 Personen, meist junge M\u00e4nner. Sie wurden vom Rhein-Neckar-Kreis in einer Halle, einer sogenannten Notunterkunft im Gewerbepark Hardtwald untergebracht. Die Freude der Oftersheimer dar\u00fcber war geteilt. Bei manchen machte sich Angst breit vor den Fremden, man wusste nicht, welche Ver\u00e4nderung ihre Anwesenheit mit sich bringen w\u00fcrde. Man bef\u00fcrchtete Schlimmes.<\/p>\n<p>Den Ehrenamtlichen des Asylkreises war jedoch klar, dass man diese Menschen freundlich aufnehmen und ihnen bei uns in Deutschland neue Perspektiven zeigen m\u00f6chte.<\/p>\n<p>Der Asylkreis besteht aus ca. 120 Mitgliedern, die sich je nach Zeit und F\u00e4higkeiten einbringen. Einige sind schon seit der ersten Fl\u00fcchtlingswelle vor ca. 25 Jahren und auch heute wieder aktiv. Die einen in der \u201eHalle\u201c im Gewerbepark, die andern im ehemaligen Gasthaus Hirsch, in dem zur Zeit ca. 16\u00a0 Fl\u00fcchtlingsfamilien, insgesamt 60 Personen, leben.<\/p>\n<p>Sie alle sind vor Krieg, Terror und gro\u00dfem Elend geflohen und haben auf ihrer Flucht Menschen zur\u00fcckgelassen oder sogar verloren. Die Hoffnung der jungen M\u00e4nner war gro\u00df und sie freuten sich auf Wohnungen, in denen sie zur Ruhe kommen wollten. Dies war dann allerdings nicht der Fall. Wie schon erw\u00e4hnt, \u00a0kamen sie unter in einer gro\u00dfen Gewerbehalle, in der durch Bauz\u00e4une\u00a0 und Plastikfolie abgetrennte Parzellen geschaffen wurden. Jede Parzelle bot mit 6 Stockbetten Platz f\u00fcr 12 Personen. Nach oben hin war der Raum offen und einsehbar. Ein privates Leben war nicht m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Der Asylkreis hat sich der jungen M\u00e4nner angenommen und bot ihnen Hilfen f\u00fcr den ungewohnten Alltag hier in Deutschland an durch: Deutschsprachkurse, \u00dcbersetzungshilfen, Kennenlernen der deutschen Kultur und Mentalit\u00e4t, Begleitung zu Beh\u00f6rden, Kontakte zur einheimischen Bev\u00f6lkerung z.B. bei Begegnungscaf\u00e9s oder beim Sommerfest, Schlichtung bei Konflikten, Kleiderstube und Fahrradwerkst\u00e4tte, Freizeitangebote mit\u00a0 Sport und Spiel. Schnell wurden Kontakte gekn\u00fcpft und Vertrauen hergestellt.<\/p>\n<p>Aber nicht nur der Asylkreis wurde t\u00e4tig. Viele Oftersheimer B\u00fcrger, Mitglieder der Interessengemeinschaft Gewerbepark Hardtwald, Vereine, Parteien, Kirchengemeinden und vor allem der B\u00fcrgermeister mit dem Rathausteam standen dem Asylkreis zur Seite und unterst\u00fctzten ihn. Manche spendeten Geld, Kleider, Fahrr\u00e4der, Einrichtungsgegenst\u00e4nde, Sportger\u00e4te, Tischtennisplatte, Tischkicker und WLAN. Einige Vereine nahmen Fl\u00fcchtlinge in ihren Kreis auf und die Kirchengemeinden und das Rathaus stellten ihre R\u00e4ume f\u00fcr Veranstaltungen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>So gab und gibt es in Oftersheim ein gutes Miteinander zum Wohle der Fl\u00fcchtlinge und dar\u00fcber hinaus zum Wohl der ganzen Gemeinde. Die Fl\u00fcchtlinge in der Halle f\u00fchlten sich angenommen \u00a0und manche Oftersheimer konnten ihre anf\u00e4nglichen \u00c4ngste ablegen. Wenn die Fl\u00fcchtlinge jemanden angesprochen und gefragt haben, wie es ihnen denn gehe, so war das keine Anmache, wie es leider manchmal verstanden wurde, sondern ein Anwenden ihrer neuerlernten Sprache. Und jeder freute sich, wenn der Angesprochene wohlwollend darauf reagierte.<\/p>\n<p>Ein Wermutstropfen war allerdings die ber\u00fcchtigte \u201eEntr\u00fcmpelungsaktion\u201c, die die Security durchf\u00fchrte mit der Begr\u00fcndung, sie diene dem Brandschutz in der Halle. Dabei wurde viel Eigentum der Fl\u00fcchtlinge zerst\u00f6rt. Nach langem z\u00e4hem Ringen mit dem RNK konnte der Asylkreis nun doch f\u00fcr die Fl\u00fcchtlinge eine kleine Entsch\u00e4digung erreichen. Der Asylkreis hofft, dass die \u00fcbergriffige Aktion im August nicht zu viel Vertrauen zerst\u00f6rt hat.<\/p>\n<p>In der vergangenen Woche kam nun ganz unerwartet die Nachricht, dass die Fl\u00fcchtlinge nach Hockenheim und Reilingen umziehen k\u00f6nnen. Der RNK hat ihnen dort in der sogenannten \u201eErstaufnahme\u201c in Containern Zimmer und in der sogenannten \u201eAnschlussunterbringung\u201c kleine Wohneinheiten f\u00fcr jeweils drei Personen zugewiesen. Damit wird f\u00fcr sie nun privates Leben m\u00f6glich sein. Dar\u00fcber freuen wir uns mit ihnen und w\u00fcnschen ihnen allen alles Gute. Einige von uns haben die Fl\u00fcchtlinge in ihre neuen Unterk\u00fcnfte begleitet. Der Kontakt wird wohl nicht ganz abbrechen, denn es wurden auch Freundschaften geschlossen und manche Deutschkurslehrer m\u00f6chten sie auch weiterhin unterrichten. Daf\u00fcr ist sinnvoll eine Kooperation mit den Asylkreisen in Hockenheim und Reilingen.<\/p>\n<p>Wir wollen nun allen danken, die sich hinter uns und unsere Arbeit mit den Fl\u00fcchtlingen gestellt und uns unterst\u00fctzt haben. Wir danken f\u00fcr die Spenden jeglicher Art!<\/p>\n<p>Unsere Arbeit geht weiter. Der Gemeinde Oftersheim werden, wie \u00fcberall, weitere Gefl\u00fcchtete zugewiesen, die unsere\u00a0 und auch Ihre Hilfe brauchen.<\/p>\n<p>Heidi Joos<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Januar dieses Jahres kamen nach und nach Fl\u00fcchtlinge aus Syrien, dem Irak, Afghanistan, dem Iran und Gambia zu uns nach Oftersheim, 260 Personen, meist junge M\u00e4nner. Sie wurden vom Rhein-Neckar-Kreis in einer Halle, einer sogenannten Notunterkunft im Gewerbepark Hardtwald untergebracht. Die Freude der Oftersheimer dar\u00fcber war geteilt. 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